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Content Marketing: abteilungsübergreifende Abstimmung bei der Content Kreation

Letztlich ist „Content King“, ein alter Hut, scheinbar. Aber Vorsicht, denn bei der Suche nach neuen Ideen sollte die Zielpositionierung nicht vergessen werden. Dies bedeutet insbesondere den Bezug zu den eigenen Produkten, Marken und damit verbunden Zielgruppen nicht zu vernachlässigen. Denn was nützt oft Inhalt, der nicht auf die Marke und letztlich auf den Abverkauf einzahlt? Zudem müssen die anderen Abteilung bei der Kreation und Distribution der Inhalte involviert werden, „Content Marketing“ ist nicht alleine Thema der  Social Media Abteilung:

Gute Tipps bei bjoerntantau.com

Die 2 guten Artikel stellen Fehler und Wege zur Findung von Content Ideen dar.
Dies ist mein Ausgangspunkt, noch Punkte zu ergänzen, die ein abteilungsübergreifendes Content Management berühren:

Weitere wichtige Punkte, um langfristig effektiven Content anzubieten

  • Wo?  – Die Wahl der Präsenz auf Social Media Kanälen ist eine strategische Entscheidung:
    Der Aufwand zur Betreuung von Social Media Kanälen ist nicht gering, im Zweifel ist es Mehraufwand. Insofern sollte die Präsenz vorher abteilungsübergreifend durchdacht werden.
    Was sind die Ziele? Wer kümmert sich um welche Themen? Wie werden Themen intern inhaltlich bewältigt?
    Denn eine eigene Website, die umfassende Informationen wie auch einen zufriedenstellenden Service bietet, wird von anderen verlinkt, eine Präsenz in „allen“ Social Media Kanälen ist nicht zwingend notwendig.
    Am Ende zählt, ob der Kunde den gewünschten Inhalt findet und sein Bedürfnis befriedigt wird.
  • Wie? – SEO ist bei der Wahl des Contents berücksichtigt werden:
    In gewisser Weise ist dies ein Widerspruch zum vorherigen Punkt, denn es kann auch ein strategischer Versuch sein, sich nicht nur nach den Regeln der Suchmaschinen, insbesondere Google zu richten. Auch sollen Google Plus Profile Einfluss auf SEO haben. Fakt ist, dass am Ende die Verweise auf die eigenen Inhalte (in welchem Kanal auch immer) maßgeblich (abgesehen von der Pflichtaufgabe, die Verpackungsregeln von Google zu berücksichtigen) die Sichtbarkeit bei Google ändern. Insofern ist eine Analyse/ Betrachtung der Nachfrage der eigenen Zielgruppen bei z.B. Google Analytics / KeyWord Planer oder sogar mit einer Schwarmforschung aka Web Monitoring durchzuführen, um gezielt vorgehen zu können.
    Besser ist noch eine repräsentative Erhebung, die die präferierten Informationskanäle der Zielgruppen identifiziert.
  • Was? – Mehr die Anwendung und nicht das Produkt in den Vordergrund stellen:
    Sicher ist es wichtig, dass die Suche nach dem angebotenen Produkt erfolgreich mit allen Künsten des SEO gestaltet werden muss. Aber der Konsument sucht ggfs. nicht erst nach „Produkt X“, sondern nach „Lösung für…“. Zunehmend gewinnt auch, durch die Vernetzung von Produkten und Services (Beispiel: „Wie kann ich eigene Videos auf dem Fernseher schauen“ = Samsung Smart TV im eigenen „Fritz“-Heimnetzwerk mit Synology Mediaserver …) die Erklärung und Illustration der Anwendung mit anderen Geräten. Ein Schatz der Inspiration sind die Kommentare bei Bewertungsportalen, vorweg natürlich die Rezensionen bei Amazon („.. hat mit meinem  Mediaserver geklappt….)
  • An wen? – Content mehr gezielt streuen statt Selbermachen:
    PR hat meist per Definition den Vorzug bei der Verteilung von exklusivem Inhalt. Newsrooms stellen oft einen „offenen“ Zugangspunkt zu Unternehmensinformationen dar. So wird es zumindest gedacht. Exklusives Material wird aber oft gezielt mit „wichtigen Medien“ geteilt. Nur  wer definiert „wichtige Medien“? Zunehmend sind online u.a. Blogger authentischer, was die Ansprache „ihrer“ Zielgruppe und die Aufbereitung des zur Verfügung gestellten Materials angeht. Daher ist bei der Erstellung und Verteilung auch wesentlich, diese Zielgruppe mit passenden Informationen zu versorgen (z.B. ein internes Forum?), ohne natürlich Einflussnahme auf die Tonalität zu nehmen.
  • Wann? –  Internes Content Management und gezielte Streuung des Content:
    Insbesondere bei internationalen Unternehmen ist es fast unmöglich, exklusive Information synchron zu verbreiten. Die lokalen externen „Poweruser“ bzw. „Meinungsmacher“ sind schneller, den Content, der unsynchronisiert veröffentlicht wird, aus z.B. einem englischsprachigen Raum ins Deutsche zu „übersetzen“. Darunter leidet im Zweifel die Glaubwürdigkeit des lokalen Unternehmens, selbstständig „lokal“ relevanten Content anbieten zu können. Eine mögliche Lösung ist ein Content Management System, welches auf internationaler Ebene eingesetzt wird und welches transparent die die Veröffentlichung synchronisiert. Eine pauschale Lösung gibt es sicher nicht, was auch von der Art des Produktes bzw. Services, die lokal angeboten werden, abhängt.
    Der Ansatz eines „weltweit-synchronsierten Vorgehens“ vernachlässigt sicher auch, dass nicht überall Ressourcen vorhanden sind, um den Content zu „lokalisieren“. Hinzu kommt der Fehlglaube, „übersetzter Content“ ist auch lokal relevant, denn Content hat im Zweifel einen Bezug zur lokalen Kultur, der in anderen Ländern weniger verstanden, ggfs. missverstanden wird.
    Insofern bedarf es bei einer internationalen Content Strategie unter der Berücksichtigung der Ressourcen der Definition, was „lokal“ und was „international“ ist. Das berührt auch das Markenmanagement.
  • Von wem? – Welche Rolle spielt das Brandmanagament, welche der Produktmanager beim Content Marketing?
    Die Abgrenzung zwischen Brand und Produktmanager fehlt schwer. Der eine kümmert sich um das Produkt, der andere um die Marke? Oder um ein Set an Produkten? Wo ist da die Abgrenzung? Wie und wo wird Content kreiert? Freigegeben? Publiziert?
    Eine sehr gute Diskussionsgrundlage schafft das Whitepaper der Interbrand.com 

    Markenmanagement aus Sicht der Interbrand.com; Quelle: Interbrand.com aus "White Paper Brandmanagement:  Entlarvt: Die sieben häufigsten Mythen im Brand Management von Nina Oswald und Russell DeHaven

    Markenmanagement aus Sicht der Interbrand.com; Quelle: Interbrand.com aus „White Paper Brandmanagement: „Entlarvt: Die sieben häufigsten Mythen im Brand Management“ von Nina Oswald und Russell DeHaven

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