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Kunden zuhoeren und Kunden verstehen

Online Value Forum von Mindlab II

Business Intelligience hat je nach Zielsetzung zahlreiche Facetten und Ansprüche.
Theorie und Praxis wurden auf dem Online Value Forum, organisiert von Mindlab, in einem kleinen inspirierenden Kreis vorgestellt.

Den Anfang machte Stephan Sigloch, Geschäftsführer NETFORMIC GmbH, mit der Präsentation „Multichannel Online-Marketing – Google & Co. in der ersten Reihe“. Netformic ist Lead Agentur für u.a. Fahrad.de und zeichnet sich verantwortlich für die technische Infrastruktur wie auch das SEM.
Das hörte ich fragementartig, denn ich kam zu spät zu diesem Vortrag.

Breites Sortiment inklusive Premium- Marken, Premium- Service (insbesondere Logistik), umfassende Community- Elemente sind aus Sicht von Stephan Sigloch Erfolgsfaktoren für Fahhrad.de.

Einen theoretischen Rahmen für Business Intelligience schaffte Dr. Stefan Mueck, Executive Consultant IBM Software Group, mit dem Vortrag über „Information Agenda: die Herausforderung“.  Aus seiner Sicht ist die Zeit reif (bzw. ist es notwendig), Unternehmen mittels Business Intelligience in die Lage zu versetzen, wissend zu agieren. Dies nicht mehr vornehmlich zur Überwachung und Optimierung von Prozessen anhand konsolidierter Kennziffern als vielmehr zur Evaluierung, Stabilsierung oder Ausbau der Geschäftstätigkeiten. Damit ist nicht nur die strategische Ebene gemeint sondern auch eine operationale Business Intelligience. Ein „Information enabled Enterprise“ befähigt die „Unternehmer“ im Unternehmen wissend, auf der Basis konsolidierter Informationen aus verschiedenen Bereichen, unmittelbar die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dies meine Zusammenfassung. Denn Dr. Mueck zeigte wesentlich strukturierter die Schritte und Elemente hin zu einem „Information enabled Enterprise“ auf.

Heinz D. Schultz, CEO Mindlab Solutions, zeigte ganz praktisch den möglichen ROI eines Webanalyse- Systems in seiner Präsentation „Online Healthcheck – weniger Kosten und mehr Effizienz für Online-
Vertriebskanäle“ auf. Zielvariable war in einem schillernden Beispiel die Conversion Rate bzw. der (Mehr-) Umsatz. Der Faktor für den ROI durch einen Online- Health Check war nach Angabe von Heinz D. Schultz ca. 100. (Umsatz/Kosten)
In den einleitenden „Folien“ zeigte er noch die Entwicklung von Webanalyseansätzen und -Firmen auf. Und gab eine Aussicht auf zukünftige Themen. U.a. die semantische Analyse, weshalb ich eigentllich dieses Forum besuchte. Die Webanalyse identifiziert durchaus kritische Stellen (der Customer Journeys/ Pfade), um diese zu optimieren. Aber die Frage nach dem „Warum“ wird nicht tiefgehend analysiert und im schlechtesten Fall nicht ansatzweise beantwortet. Einsichtsvolle Einblicke aus externen „Quellen“ bleiben außen vor. Um u.a. Serviceangebote inhaltlich zu optimieren oder zu erweitern.

Steffen Schlimmer, Head of Sales Europe, Netbiscuits GmbH, verdeutlichte in seinem Vortrag „Wachstumsmarkt Mobiles Internet: Chancen für Verlage, Marken und Medienunternehmen“ die zunehmende Bedeutung des mobilen Internets. iPhone, iPod Touch, Smartphones intensivieren die Nutzung. Die Liste der Referenzen war lang und beeindruckend, die Zahlen von des „mobilen Bild.de“ sprachen für sich.

Netbiscuits ist Technologieanbieter (die Platform zur Eigenentwicklung) wie auch technologische Agentur zur Entwicklung einer mobilen Informationsinfrastruktur (die ggfs. aus einem übergeordnetem CMS gespeist wird). USP von Netbiscuit ist die automatisierte Optimierung und Auslieferung der Inhalte auf die zahlreichenverschiedenen mobilen Endgeräte. Ob dies weiter durch die zunehmende Vereinheitlichung der Betriebssysteme der Fall bleibt, wurde nicht beantwortet.

Abschließend stellte Jürgen Weichert, Chief Sales Officer, Deal United GmbH, Möglickeiten zur Erhöhung der Abverkäufe vor. Im Fokus standen „Kauf- Incentives“. Ein Blick in in Benchmarking Zahlen auf  FireClick Index zeigt laut Jürgen Wichert, dass 85% der Kaufprozesse abgebrochen werden. Also Raum für Optimierung. Die Idee, auch zur Preisdifferenzierung, ist das Angebot eines Bundles zu einem Preis. Und dies nicht aus deinem eigenen Produktportfolio sondern je nach Kunde, Zeit, Saison etc. in Zuammenarbeit mit einem Kooperationspartner, der seine „Zugabe“ im Verbund mit einem Preis günstiger (nicht sichtbar) verkauft. Dies birgt sicher die Gefahr der Markenverwässerung, im Vordergrund steht aber (hier) erst einmal der Mehrumsatz.

Ein anderer Ansatz: die Monetarisierung von Kunden, die die Seite eines Merchants verlassen sollen. Ggfs. durch Übergabe geeigneter Parameter kann DealUnited relevante „kostenlose“ Angebote von Partnern (Werbern) integrieren. Je nach Modell wird der Merchant für die z.B. Aktivierung von Kunden vergütet.

Bottom Line:  die Vertriebskanäle und -methoden sind immer noch in einem innovatoven Fluss. Es gibt zahlreiche kompetente Anbieter. Es war spannend Einblicke in die Konzepte und erste Pläne von Anbietern zu bekommen, die sich in wichtigen Wertschöpfungsbereichen des Internets/eC positionieren.

Etwas mehr Fleisch, konkretere Einblicke, auf der sehr umfassenden Theorie von IBM aufbauend, hätte ich mir gewünscht.

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